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Rallye-ÖM-Punktestand
Fahrer 1. 2. 3. 4. 5. 6. #
Raphael SPERRER 15 20 20 20 3 15 93
Manfred STOHL 20 0 15 15 20 20 90
Pierlorenzo ZANCHI 0 12 12 0 15 0 39
Stefan REININGER 12 1 6 8 0 6 33
Ruben ZELTNER 0 0 10 0 12 10 32
Joachim RESCH 0 8 0 10 10 0 28
Arnold HEITZER 10 0 3 3 4 4 24
Thomas WALLENWEIN 0 6 8 0 6 0 20
Claudio de CECCO 0 15 0 0 0 0 15
Adolf RAMOSER 8 0 0 6 0 0 14
David DOPPELREITER 0 0 0 0 0 12 12
Willy POLESZNIG 0 4 0 0 8 0 12
Gottfried KOGLER 0 0 0 4 0 8 12
Raimund BAUMSCHLAGER 0 0 0 12 0 0 12
Kris ROSENBERGER 0 10 0 0 0 0 10
Alfred LEITNER 6 0 0 1 0 0 7
Markus JAITZ 4 0 0 0 0 1 5
Alois HANDLER 0 0 0 2 0 3 5
Matthias MOOSLEITNER 0 0 4 0 0 0 4
Clemens BAIER 3 0 0 0 0 0 3
Johann HOLZMÜLLER 0 3 0 0 0 0 3
Stanislav SELMAT 0 0 1 0 2 0 3
Erwin HEITZER 2 0 0 0 0 0 2
Christoph WEBER 0 2 0 0 0 0 2
Franz X. BERNDORFER 0 0 2 0 0 0 2
Christian LÖFFLER 0 0 0 0 0 2 2
Kurt JABORNIG 0 0 0 0 1 0 1

  
Wald4tel-Rallye nach Plan!?

11.11.02 Einen überlegenen Sieg beim letzten Lauf zur T -Mobile Rallyemeisterschaft konnten wir erringen, nur zum Staatsmeister Titel reichte es aus eigener Kraft nicht mehr.

Die Ausgangsposition sprach für sich. Während wir unbedingt gewinnen mussten, um die Chance auf den Meistertitel aufrecht zu erhalten, reichte Raphael Sperrer (Peugeot 206 WRC) bei der Waldviertel-Rallye ein zweiter Platz. Und schon zu Beginn war zu sehen, dass die ausländischen Starter unser Tempo und das von Raphael leider nicht mithalten konnten, um uns Schützenhilfe für den Meistertitel zu geben. Manfred setzte alles daran seinen Sieg aus dem Vorjahr zu verteidigen. Sperrer verlegte sich hingegen dara uf, seinen Boliden auf der Straße zu halten, was ihm nicht immer gelang, schlussendlich dennoch reichte an zweiter Stelle zu bleiben.

Nach den drei ersten Sonderprüfungen am Freitag, wo der Stohl 14 Sekunden auf Sperrer verlor, hatte er die Sache fest im Griff. Schon auf SP 4 übernahm er die Spitze und gab diese bis ins Ziel nicht mehr ab. Dabei kamen uns die widrigen Witterungsbedingungen sehr entgegen. Auf den extrem rutschigen Straßen im Waldviertel bewies der Wiener seine Ausnahmestellung auf diesem Terrain und hatte nach 18 Sonderprüfungen trotz kalkuliertem Risiko mehr als 1:30 Minuten Vorsprung auf Sperrer, der sich damit aber zu m sechsten Mal in seiner Karriere den Meistertitel sichern konnte.

Mehr als gewinnen war leider nicht drin. Dennoch freuen wir uns über den Vizemeistertitel, der nicht zuletzt auch Ausdruck der guten Arbeit von Team und Fahrern ist.

Manfred Stohl: „Ich wusste, dass ich die Meisterschaft hier nicht aus eigener Kraft gewinnen konnte. Dadurch überwiegt auch nicht die Enttäuschung, sondern vielmehr die Freude über meinen zweiten Sieg im Waldviertel. Diese Rallye ist auf Grund des Wetters sicher eine der absolut schwersten in Österreich. Sperrer kann ich zu seinem Titel nur gratulieren. Er hat über die ganze Saison eine sehr starke Leistung geboten. Ich denke, dass die Zuschauer eine tolle T -Mobile Meisterschaft miterlebt haben."

Entscheidend war für Manfred Stohl auch, dass er das Ford Focus WRC heil ins Ziel bringt, denn schon am Samstag in der Nacht wollten wir und das Fahrzeug nach England, wo am Donnerstag beim WM-Finale, der Network Q-Rallye startet. Dort wollen wir dann zum Saisonabschluss nochmals alles geben und uns mit der stärksten internationalen Konkurrenz messen.
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Gelungener Abschluß einer guten Saison 18.11.02

Nach langer Anreise aus dem Waldviertel in England angekommen, hieß es zunächst den Focus revidieren und perfekt für den Abschluß der Saison, an dem die besten Teams aus und Fahrer der ganzen Welt teilnahmen, vorzubereiten.

Auf der ersten Etappe der Rallye Großbritannien lagen Manfred Stohl und Beifahrerin Ilka Petrasko auf dem 19. Gesamtrang. Manfred war mit dieser ersten Etappe nicht voll zufrieden.

Danach jedoch lief es für uns viel besser. „Als ich einmal meinen Rhythmus gefunden hatte, konnte ich gute Zeiten fahren“, freute sich Stohl, der einige Top-15.Zeiten verbuchen konnte

"Unser Auto lief heute perfekt, wir hatten auch immer die richtige Reifenwahl getroffen", berichtete er.

"Unsere Taktik für die nächsten zwei Tage ist, einige gute Zeiten zu fahren und einige Plätze weiter nach vorne zu kommen."

Auf der zweiten Etappe zum 14. Gesamtrang

Zufriedener zeigten sich Manfred und Ilka nach der zweiten Etappe der Rallye Grossbritannien. Beim Saisonfinale der Rallye-Weltmeisterschaft lagen das Duo aus Wien auf dem 14. Gesamtrang.

"Der Tag ist prima gelaufen", so Manfred Stohl, der sogar eine elfte Zeit im Gesamtklassement verbuchte. "Leider hatten wir morgens einen Reifenschaden, dadurch wurde auch der Bremssattel beschaedigt. Das kostete einige Zeit."

Die vier folgenden Pruefungen, die ohne Service-Stopp zu bestreiten waren, verliefen problemlos. "Die erste WP war sehr schlammig und schwierig", so Stohl. "Auf der zweiten wurde ich an der Unfallstelle von Groenholm und Paasonen so stark heruntergebremst, dass ich dachte, die WP sei abgebrochen. Doch sie war es nicht. Danach habe ich nichts mehr riskiert."

Die dritte und letzte Etappe der Rallye Grossbritannien fuehrt ueber vier Wertungspruefungen und ist der laengste Tag der Rallye. "Wir wollen dort noch einmal mit guten Zeiten auf uns aufmerksam machen", so Stohl.

Zum Schluß Platz zwölf für uns in Großbritannien

Somit beendeten wir das Saisonfinale der Rallye-Weltmeisterschaft in Großbritannien mit unserem Ford Focus RS WRC auf dem guten zwölften Gesamtrang.

"Unser Ford Focus RS WRC hat während der gesamten Rallye tadellos funktioniert."

Nicht ganz glücklich ist Stohl trotz des sehr guten Abschneidens mit seiner eigenen Leistung zu Beginn der Rallye. „Ich hatte am Freitag durch einen Ausritt anderthalb Minuten in einem Graben liegen gelassen“, meint der Wiener selbstkritisch. „Danach fehlte mir etwas das Selbstvertrauen.“ Ohne die anderthalb verlorenen Minuten hätten wir bei der Rallye Großbritannien sogar vor dem französischen Peugeot-Werkspiloten Gilles Panizzi ins Ziel kommen können.

Alles in allem haben wir beweisen können, dass professionelle Arbeit und gewissenhafte Vorbereitung ein Privatteam in die Weltspitze bringen. Diese Saison war nicht immer einfach gewesen, vor allem für die „Jungs unterm Auto“, die oft viel zu wenig Schlaf bekamen. Am Ende jedoch sind wir zufrieden mit dem geleisteten und wissen auf dem richtigen Weg zu sein und werden im nächsten Jahr genauso hart weiter arbeiten.